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Die Barmer GEK hat ihren neuen Krankenhausreport (PDF-Download) veröffentlicht. Die Verweildauer je Behandlungsfall, die 1992 noch mehr als 13 Tage betrug, sank 2012 auf 8,3 Tage. Maßgeblich verantwortlich ist hierfür, dass die Behandlungsdauer bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurückgegangen ist. Dennoch sind die absoluten Behandlungszahlen aus Sicht der Barmer GEK weiterhin sehr hoch: sie waren 2012 mit 189 Fällen je 1.000 Versicherten nahezu unverändert zum Vorjahr.

Nur bei Darmkrebs gehen die Behandlungszahlen weiter zurück: Zwischen 2005 und 2012 sank die Zahl der Menschen, die wegen Darmkrebs im Krankenhaus behandelt werden mussten, um 21 Prozent – trotz einer älter werdenden Bevölkerung. Ursache hierfür ist offenbar die Darmkrebs-Früherkennung: „Wir gehen davon aus, dass Darmkrebs heute so früh erkannt wird, dass er seltener im Krankenhaus behandelt werden muss“, sagt Rolf-Ulrich Schlenker, der stellvertretende Vorsitzende der Barmer GEK. Die Behandlungszahlen bei psychischen Störungen nimmt dagegen seit acht Jahren zu. 17,7 Prozent aller Behandlungen in Krankenhäusern entfielen 2012 auf diesen Bereich.

Insgesamt ergeben sich aus der sinkenden Verweildauer im Krankenhaus neue Chancen für Hilfsmittel-Hersteller und Dienstleister, da Patienten früher in die Nachversorgung kommen.