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Die Pharmaindustrie will gegen ihr Image als Kostenverursacher angehen. „Wir können mehr, als für Arzneimittel einen Preis zu verlangen“, betonte Hagen Pfundner, Vorsitzender des Verbands forschender Pharmaunternehmen (vfa), bei der öffentlichen Mitgliederversammlung. In diesem Kontext betonte er den Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung des Standorts Deutschland, den die Arzneimittelhersteller leisteten.

Pfundner`s Vorstellung: Arzneimittelhersteller müssen einen Beitrag in der Versorgungslandschaft leisten können, ohne gleich in den Verruf zu geraten, nur am Profit orientiert zu sein. Problematisch sei vor allem, dass Ärzte sich um ihre Verordnungsfreiheit sorgten, wenn einzelne Arzneimittelhersteller in integrierten Versorgungsprojekten mitwirkten.

Von der Politik wünsche er sich daher, dass sie neue Kooperationsformen zwischen Ärzten, Kassen, Wissenschaft und Industrie fördere, anstatt sie automatisch kritisch zu hinterfragen. 

Kommentar: Das Thema Transparenz in der Beziehung zwischen Pharmaunternehmen, Kassen und Ärzten ist die notwendige Voraussetzung für die Etablierung neuer Versorgungsprojekte. Aus diesem Grund hat der europäische Verband EFPIA der pharmazeutischen Industrie Mitte des Jahres bereits angekündigt, bspw. die finanziellen Zuwendungen an Ärzte und medizinische Forschungseinrichtungen offen zu legen, um auf diese Weise möglichen Vorbehalten entgegen zu treten. Der Verband will bis 2015 nach amerikanischen Vorbild einen eigenen “Transparenzkodex” umsetzen.

[ilink url=“http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/arzneimittelpolitik/article/827212/gesundheit-vs-imageproblem-pharmaindustrie-draengt-versorgung.html“] Link zur Quelle (Ärzte Zeitung)[/ilink]