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Die Bundesregierung will mit einem Präventionsgesetz den Kampf gegen die Volkskrankheiten Diabetes, Depression und Brustkrebs forcieren. Der bereits von der Opposition kritisierte Entwurf sieht vor, dass Kassen verpflichtet werden, nationale Gesundheitsziele zu erreichen. So würde Gesundheitsförderung erstmals als Ziel in die Satzungsleistungen der gesetzlichen Krankenkassen geschrieben. Die Regierung will die Krankenkassen anhalten, mehr für die Gesundheitsförderung zu tun. Sechs Euro sollen sie pro Versicherten ausgeben und auf Empfehlungen von Ärzten hören.

Mit dem Gesetz sollen Volkskrankheiten wie Diabetes mellitus Typ 2 und Depressionen eingedämmt, der Tabakkonsum und die Sterblichkeit bei Brustkrebs gesenkt werden. Gesundheitsfördernde Maßnahmen sollen vor allem auf Kinder und Jugendliche sowie ältere Menschen zielen.

Kommentar: Die Kritik stützt sich vor allem darauf, dass sich der Entwurf zu sehr auf Akteure wie Krankenkassen und Ärzte konzentriert. Prävention ist nach Ansicht der Kritiker eine gesamt-gesellschaftlich anzugehende Aufgabe für die alle Sozialversicherungsträger sowie Bund, Länder und Kommunen einzubinden sei. Ungeachtet der zu erwartenden Streitigkeiten bleibt die Dringlichkeit zur verbesserten Vorsorge in Deutschland: 60 Prozent der Männer und 43 Prozent der Frauen in Deutschland gelten als zu übergewichtig. Stress nimmt für viele immer weiter zu. Die Fehltage aufgrund von Burn-out-Syndrom sin einem Bericht der „Welt“ zufolge innerhalb von acht Jahren um das 18-fache gestiegen, 9,5 Millionen Menschen in Deutschland trinken laut Regierung gefährlich viel. 31 Prozent der Männer und 21 Prozent der Frauen rauchen.

[ilink url=“http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/praevention/article/835521/regierung-plant-gesundheits-checks-alle.html“] Link zur Quelle (Ärzte Zeitung)[/ilink]