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Die Präsidentenwahl in Frankreich ist im vollem Gange. Im Rennen um den Posten als Staatspräsident sind neun Kandidaten. Die Programme zur Gestaltung des Gesundheitssystems nehmen dabei aber nur eine Nebenrolle ein.

Allen Kandidaten gemein ist das Versprechen, die Arzneimittelausgaben zu reduzieren und sich der seit Jahren mit Verlusten kämpfenden Krankenversicherung zu widmen. Sarkozy plant zur Finanzierung eine Erhöhung der Mehrwertsteuer, was Hollande strikt ablehnt. Überdies will Sarkozy 13 Mrd. Euro in der gesamten Sécurité Sociale (die Krankenversicherung ist nur ein Teil davon) einsparen. Holande fordert dagegen eine Begrenzung der Abrechnungsmöglichkeiten für Ärzte, die höhere Honorarsätze bei ihren Patienten abrechnen.

Beim Thema Ärztemangel werden von den meisten Kandidaten Niederlassungen nach Bedarfplanung abgelehnt. Stattdessen wollen Sarkozy und Holande Gesundheitszentren in dünn besiedelten Gebieten gründen. Zudem sollen Not- und Bereitschaftsdienste ausgebaut werden.

[ilink url=“http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/gesundheitspolitik_international/article/810858/wahlkampf-frankreich-gesundheit-bleibt-giftschrank.html“] Link zur Quelle (Ärzte Zeitung)[/ilink]