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Nachdem der Zusatzbeitrag bei allen Krankenkassen im nächsten Jahr wegfallen wird, werden die hohen Rücklagen der Krankenkassen  zu einem erweiterten Angebot freiwilliger Leistungen führen, erwartet der Präsident des Bundesversicherungsamts. Um sich im Wettbewerb von den anderen Krankenkassen abzugrenzen,  wird über diesen Weg versucht, mehr Mitglieder zu gewinnen, denn die Versicherten suchen sich ihre Krankenkasse meist nach den Zusatzleistungen aus.

Der staatlich festgesetzte Einheitsbeitrag von 15,5 Prozent wird bleiben und durch die gute Konjunktur und Einsparungen bei den Arzneimittelausgaben hat sich die Finanzlage deutlich verbessert. In den ersten neun Monaten dieses Jahres erzielten die gesetzlichen Krankenkassen einen Überschuss von rund 3,9 Milliarden Euro.

Das Bundesversicherungsamt kündigte an, solche Angebote besonders kritisch zu beobachten, die über den gesetzlich vorgeschriebenen Leistungskatalog hinausgehen. Die schwarz-gelbe Koalition hatte den Krankenkassen im jüngst verabschiedeten Versorgungsgesetz mehr Spielraum bei Leistungen wie künstlicher Befruchtung oder zahnärztlicher Behandlung zugestanden.

[ilink url=“http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=48539″]Link zur Quelle (Ärzteblatt)[/ilink]