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Der Wissenschaftsrat will die Pflegeberufe zumindest zum Teil akademisieren. Nach der Forderung des Vorsitzenden des Medizinausschusses des Wissenschaftsrats, Hans-Jochen Heinze, soll rund ein Fünftel der Krankenschwestern, Altenpfleger und Physiotherapeuten künftig statt einer Fachschule ein Bachelorstudium absolvieren.

Insgesamt seien daher bis zu 5 400 Studienplätze für Pflegekräfte und 1 100 für Physio- und Ergotherapeuten nötig. Bei Kosten von 50 000 Euro je sechssemestriges Studium würden die Gesamtkosten gut 100 Millionen Euro pro Jahr betragen. Heinze schloss nicht aus, dass in der Folge höhere Personalkosten entstehen. Manche Kliniken seien aber heute schon sehr interessiert an den Absolventen der wenigen existierenden Studiengänge.

Als Vorbild gelten die angelsächsischen Länder, wo die akademische Ausbildung von Pflegern weit fortgeschritten ist. In Deutschland ist dies anders: Von derzeit 2,4 Millionen Stellen im Gesundheitswesen entfallen die Hälfte auf Kranken- und Altenpflege. Aktuell hat nur jede dreißigste Pflegekraft studiert.

[ilink url=“http://www.handelsblatt-hochschulinitiative.de/index.php/1748-jede-f.html“] Link zur Quelle (Handelsblatt)[/ilink]