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Nach den Zahlen des Bundesversicherungsamtes (BVA) über den Jahresabschluss 2010 profitieren vor allem die AOK und die Bundesknappschaft vom Morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich (Morbi-RSA). Die Zuweisung für die AOK aus dem Gesundheitsfonds betrug im vergangenen Jahr 66 Mrd. Euro (fast 40 Prozent des Gesamtetats) und damit 7,2 Mrd. mehr, als es ihrem Versichertenanteil von 34,6 Prozent entspricht.

Die Knappschaft erhielt 5,9 Mrd. Euro (3,5 Prozent des Gesamtetats) und damit 1,8 Mrd. Euro mehr, als es ihrem Versichertenanteil von 2,4 Prozent entspricht.

Verlierer hingegen sind die großen Ersatzkassen wie DAK und Barmer GEK. Bei einem Versichertenanteil von 35,4 Prozent haben sie 2010 nur 34,5 Prozent (58,8 Mrd. Euro) zugewiesen bekommen.

Und auch die Betriebs- und Innungskrankenkassen zählen zu den Verlierern. Bei einem Versichertenanteil von 19,2 Prozent haben die Betriebskrankenkassen nur 28,6 Mrd. Euro (16,8 Prozent) der Fondsmittel bekommen. Die Innungskassen haben bei  7,6 Prozent Marktanteil 6,5 Prozent (11 Mrd. Euro) des Etats erhalten.