Seite auswählen

Die britische Pharmaindustrie hat Millionen an Pfund für NHS-Ärzte bezahlt. Offiziell bezeichnet gingen die Zahlungen für Tagungen, Schulungen, Reisekosten oder Beratungen an die Mediziner.

Der ABPI (The Association of the British Pharmaceutical Industry) zufolge haben 35 der Top 40 (gemessen am Umsatz) Pharmakonzerne insgesamt 40 Mio. GBP bezahlt, damit vorzugsweise ihre Medikamente vertrieben werden.

So zahlte GlaxoSmithKline, das größte britische Pharmaunternehmen, 1,9 Mio. GBP für sogenannte  „fees for advice and consultancy“  an insgesamt 1.517 NHS Ärzte – durchschnittlich also  1,252 GBP pro Mediziner.

Kommentar: Der Einfluss der Pharmaindustrie auf Ärzte steht seit langem in der Kritik. Schon fast traditionell hat die britische Pharmaindustrie durch Extra-Zhalungen versucht, die Beziehungen zu den NHS-Ärzten als Verschreiber ihrer Medikamente zu festigen. Damit diese intransparente Praxis in der öffentlichen Wahrnehmung kein schlechtes Image bekommt, entschloss sich die ABPI dann zur mehr Transparenz und zur Veröffentlichung dieser Daten.

Obwohl britische Ärzte stets bestreiten, dass das Entgegennehmen von Zahlungen ihre Verschreibungstätigkeit beeinflusst hat, bleibt dieser Verdacht in der Öffentlichkeit auch nach Offenlegung der Zahlen.

In Deutschland wollen die forschenden Arzneimittelhersteller ab 2016 ihre Zahlungen an Mediziner offenlegen. Ein freiwilliger Kodex soll die Basis für die Offenlegung von Zuwendungen werden, wie zuletzt der Pharmaverband Vfa mitteilte.

[ilink url=“http://www.domain-b.com/industry/pharma/20130406_parma_industry.html“] Link zur Quelle (Domain-b.com)[/ilink]