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Die Online-Arztpraxis Zava, ehemals unter dem Namen DrEd bekannt geworden, behandelt  Patienten, auch aus Deutschland, ausschließlich über das Internet. Der Telemedizin-Anbieter sitzt in London und berät und behandelt dabei aus der Ferne. Ein niederländischer Investmentfonds, HPE Growth, stellt dem digitalen Gesundheitsversorger nun 28 Millionen Euro zur Verfügung, da das britische Unternehmen auch nach Deutschland expandieren möchte, aber auch Frankreich steht auf der Liste der Expansionsländer. Bisher musste die Beratung und Behandlung über Zava selbst bezahlt werden, das könnte sich aber demnächst ändern, weil ein Großteil der Landesärztekammern schon im letzten Jahr den ärztlichen Konsultationen aus der Ferne grünes Licht gegeben hat. Auch eine Neugründung an einem deutschen Standort wie Hamburg soll noch im Sommer 2019 gestartet werden. Die Gründer von DrEd sind David Meinertz (CEO) und Amit Khutti, die 2010 die Online-Arztpraxis in London eröffnet haben und die dann 2019 in „Zava“ umbenannt wurde. Kunden des Unternehmens kommen neben Deutschland aus der Schweiz, aus Österreich, Frankreich, Irland und natürlich Großbritannien. 100.000 Patienten nehmen monatlich Hilfe in Anspruch; die Kosten werden demnächst von den gesetzlichen Gesundheitssystemen in Deutschland, Frankreich und Großbritannien übernommen. Seit 2011 haben drei Millionen Menschen ärztlichen Rat gesucht, allein 2018 waren es schon allein eine Million, die hierfür ein persönliches Patientenkonto anlegen müssen, bevor die Analyse des medizinischen Fragebogens beginnt. Auch Rezepte und Medikamente über den Versandhandel werden online abgewickelt. Patienten, die ein Krankheitsbild aufweisen, das Fragen aufwirft und deshalb nicht telemedizinisch erfasst werden kann, werden an einen Arzt vor Ort verwiesen. 

Quelle: Ärzteblatt