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Mit der Gründung des Unternehmens Patiomed hat sich die Kassenärztliche Vereinigung (KV) schon Anfang des Jahres Ärger mit ihren Mitgliedern zugezogen.

Die Patiomed  AG wurde am 30. April 2010 gegründet, und nahm am 1. Juli 2010 ihren Geschäftsbetrieb in Berlin auf. Die Zielsetzung sei die Begleitung der Ärzteschaft bei der Gründung von ärztlichen Versorgungszentren. Dabei verstehen sich die Ärztlichen Versorgungszentren (ÄVZ) – nach Angaben von Patiomed – nicht als Wettbewerber sondern vielmehr als Partner der niedergelassenen Ärzte.

Ob dem wirklich so ist, können die niedergelassene Ärzte in Duisburg nun entscheiden. Dort hat sich das erste ÄVZ  gebildet, bei dem sich 10 niedergelassene Ärzte unter einem Dach zusammengeschlossen haben. Das Zentrum wird nicht wie ein Medizinisches Versorgungszentrum geführt, alle beteiligten Ärzte sind selbstständig tätig.

[ilink url=“http://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/klinikmanagement/article/660902/erstes-patiodoc-zentrum-startet-duisburg.html“]Link zur Quelle (Ärzte Zeitung)[/ilink]

Kommentar: Die KV  wird sich innerhalb der Mitglieder keine Freunde machen, wenn sie parallele wettbewerbliche Strukturen aufbaut. Dennoch hat auch die KV den Trend zu Versorgungszentren im ambulanten Bereich erkannt  und will ihn mitgestalten. Die Zahl der Versorgungszentren – wobei medizinische Versorgungszentren (MVZ) nur eine Säule darstellen – wird langsam aber kontinuierlich zunehmen.