Seite auswählen

Nach Ergebnissen einer Studie des Meinungsforschungsinstituts Emnid bestehe unter den Bundesbürgern ein großen Interesse an Gesundheits-Apps, die der Überwachung und Analyse des eigenen Gesundheitszustandes dienen. Hochrechnungen zufolge interessieren sich 62 Prozent der Menschen in Deutschland dafür, etwa ihren Bluthochdruck oder Blutzucker im Auge zu behalten, während 59 Prozent der Befragten ihren persönlichen Kalorienverbrauch überwachen möchten.

Weiterhin ergab die Studie, dass an Apps fürs Joggen, Radfahren oder Kalorienzählen die Hälfte der Bundesbürger interessiert sei. Solche Apps sind besonders attraktiv für die wachsende Zahl von Menschen, die alle möglichen Körper- und  Sie messen Blutdruck, Gewicht, Kaffeekonsum, aber auch ihre Steuerbilanz oder die täglichen Facebook-Zeiten. Manche dieser sogenannten  „Self-Hacker“ stellen ihre Werte und Erkenntnisse sogar frei zugänglich ins Internet. Quantified Self (QS) nennt sich diese internationale Bewegung, bei der es Nutzern, Entwicklern und Anbietern darum geht, persönliche Körperdaten zu vernetzen.

Für die Studie, im Auftrag des Software-Unternehmens QlikTech wurden im August durch die Marktforscher von Emnid 1.000 Personen in Deutschland befragt. Das Unternehmen, dessen Firmenname sich aus  „Erforschung der öffentlichen Meinung, Marktforschung, Nachrichten, Informationen und Dienstleistungen“ ableitet hat seinen Sitz in Bielefeld und ist einer der größten und führenden Anbieter in Deutschland auf dem Gebiet der Politik- und Sozialforschung.

Kommentar: Die Nachfrage nach Gesundheitshilfen auf dem Smartphone wächst stetig. So gibt es inzwischen mehr als 97.000 Gesundheits- und Wohlfühl-Apps auf dem Markt, wie Experten auf dem European Health Forum Gastein (EHFG) erklärten. So gibt es jedoch auch immer lauter werdende Kritik gegen diesen wachs enden Trend. Wie wir bereits im April dieses Jahres berichteten (siehe: Gesundheits-Apps: Immer beliebter und gefährlich), birgen einige dieser Apps erhebliche Risiken in sich, da beispielsweise Diagnose-Apps nicht immer zuverlässig sind. So haben Tests auch beim Datenschutz erhebliche Mängel und potentiellen Missbrauch festgestellt. Die im Artikel erwähnte Quantfied Self Bewegung ist ein mittlerweile fünf Jahre andauernder internationaler Trend, der den Anwendern, Entwicklern und Anbietern digitaler Gesundheitsprodukte dazu dienen soll, persönliche Körperdaten zu vernetzen. Hier wird besonders die detaillierte Preisgabe der teilweise höchst privaten Daten der Anwender sowie ebenso der gesundheitliche Nutzen in Frage gestellt. 

[ilink url=“http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/56302/Gesundheits-Apps-interessieren-Bundesbuerger-besonders“] Link zur Quelle (aerzteblatt.de)[/ilink]